spm – stitch.per.minute

ein Versuch über Visualisierung von (Übe)zeit

in installatives Konzert

Foto: Gellért Szabó

Musik ist etwas Flüchtiges. Sie zieht ihre Kraft aus der Präsenz im Moment, sie weckt teilweise starke Emotionen in uns und ist nahezu im selben Moment doch schon wieder verschwunden. Für die Musiker:innen ist das etwas ganz anderes. Sie beschäftigen sich über einen langen Zeitraum hinweg mit den einzustudierenden Werken, versuchen sich perfekt vorzubereiten und so tief wie möglich in das Werk einzutauchen und verbringen so Stunde um Stunde, Minute um Minute mit der Musik. 

Diese zeitliche Dimension von Beschäftigung mit Musik durch die ausübenden Künstler:innen möchte ich visuell für das Publikum erfahrbar machen. 

Mich begleitet ein Übetagebuch, in dem ich minutengenau notiere, wann und wie lang ich die jeweiligen Stücke des Programmes übe.

Die Zeiten werden übertragen auf ein „Strickstück“: 1 Minute Üben = 1 Reihe stricken

Das Konzert selbst widmet sich 5 Solostücken von Sarah Nemtsov, Anna Korsun, Annette Schlünz, Juliane Klein und Sofia Gubaidulina. Von ganz neuen Stücken bis zu Klassikern des zeitgenössischen Akkordeonrepertoires ist alles dabei. Stücke, die ich schon in Konzerten gespielt habe, ganz neue Stücke, in ihren künstlerischen und technischen Ansprüchen jedes ganz individuell. Auch das wird sich im Üben und der Visualisierung desselben widerspiegeln.

Nach dem Konzert möchte ich mit euch ins Gespräch kommen!
Laßt uns über die Musik sprechen, über die Vorbereitung des Konzertes, über die Unterschiede und Gemeinsamkeiten in der Erarbeitung der Stücke, über mein (vom Stricken beeinflusstes?) Üben für dieses Konzert. 

Es wird ein Quiz geben, eine kleine Fotoausstellung, Raum für Fragen und Austausch – und ganz viel Wolle!

Ich freue mich auf einen aufschlussreichen und klangvollen Abend mit euch!

 

gefördert vom Kleinprojektefonds der Stadt Leipzig