weitere Projekte

verschiedene Soloprogramme stehen hier zur Auswahl:

1. “Glas(s)perlenspiel”

Musik von Johann Sebastian Bach und Philipp Glass

Susanne Stock, Akkordeon

„Das „Wohltemperierte Klavier“ von Johann Sebastian Bach zählt mit zu der schönsten Musik, die ich kenne. Sie berührt mich zutiefst; gleichzeitig bin ich immer wieder erstaunt, wieviel Raum für Musik und Interpretation in der strengen Form der Stücke  steckt. So bin ich sehr glücklich, in diesem Programm meine persönlichen Lieblingsstücke – meine Perlen –  aus den Präludien & Fugen spielen zu dürfen.

Gepaart sind diese mit einer ganz anderen Musik – den Etüden von Philipp Glass. Er ist einer der großen Komponisten der minimal music, die so ganz anders funktioniert als Bach, aber gleichzeitig doch wieder Strenge und Freiheit in sich vereint.“

Susanne Stock

 

2. “Bach trifft…”

Ein Programm mit Präludien & Fugen von Johann Sebastian Bach, in Korrespondenz mit Werken der Neuen Musik, z.B. von Helmut Oehring, Hyungkyung Lim, Annette Schlünz u.a.
Dauer ca. 1h ohne Pause
Dieses Programm ist als Demo – CD erhältlich.

 

3. “Streifzüge”

In diesem klassischen Soloprogramm wird die Vielfalt der klanglichen Möglichkeiten des Akkordeons deutlich. Von der Renaissance bis zur Moderne durchläuft das Programm einmal die Musikgeschichte und zeigt, das das Akkordeon keineswegs nur im Tango zu Hause ist…

 

4. “Ein Hauch von Unzeit”

In diesem reinen Neue-Musik-Programm beschäftige ich mich mit der Frage der Zeit, der Wahrnehmung von Zeit und dem Verlust des Zeitgefühls beim Hören von Musik. Das Programm enthält Werke von Helmut Oehring, Benjamin Schweitzer, Annette Schlünz, Klaus Huber, Jana Bezpalcová u.a.

Dauer: ca. 60 min

 

Selbstverständlich sind alle Programme kombinierbar, Stücke austauschbar, oder ein ganz neues Programm zusammenstellbar. Treten Sie einfach mit mir in Kontakt!

 

Jo Fabian: Nietzsche oder die Diktatur der Kunst

 

nietzsche von Jo Fabian untersucht den Gebrauchswert und die Funktionalität der Illusionsmaschine Richard Wagner und konfrontiert fünf seiner Ouvertüren mit Texten von Friedrich Nietzsche. Die Ouvertüren versuchen sich ihrer eigenen Herkunft zu erinnern. Dabei begegnen sie losgelöst von den narrativen Strukturen, die motivisch in die Musik eingeschrieben sind, und durch die Texte von Nietzsche inspiriert, neuen Bildern und Figuren.
Der Komponist Tobias Schwencke bearbeitet das musikalische Material für vier Akkordeonistinnen. Das Akkordeon erscheint als ein Instrument, welches durch seine Klangvielfalt, Dominanz und seine Verortung in der Volksmusik fast zwangsläufig Verfremdung und Irritation in dieser Versuchsanordnung generiert. Das Akkordeon eignet sich nicht für Pathos!
Die Produktion nietzsche. versucht jenseits der allgegenwärtigen primär musealen Auseinandersetzung des Kulturbetriebes eine neue Perspektive auf das Werk des Komponisten Wagner und die Texte des Philosophen Nietzsche zu eröffnen.
nietzsche trennt Person, Werk, Rezeption und plädiert für einen freien Umgang mit der Musik und den Texten, mit denen nicht szenisch, sondern musikalisch umgegangen wird. Die Musik strukturiert die Zeit und eröffnet einen akustischen Raum. Die Texte eröffnen einen Denkraum. Die Interaktion oder die Synthese zwischen Text und Musik kreiert einen dritten, vielleicht einen affektiven Raum?
nietzsche erschließt einen ideologiefreien Zugang zu der Musik von Wagner und den Texten von Nietzsche, erprobt die Rückgewinnung eines Kulturerbes, das aufgrund seiner Kontamination momentan nur mit Glacéhandschuhen angefasst werden kann. Dabei treibt uns die Frage um: Kann man sich diesem Erbe mit Ironie und Humor nähern?

nietzsche. Eine Produktion von Jo Fabian Department und Dock11/ EDEN*****.
PerformerInnen: Annegret Thiemann, Wolf Gerlach, Matthias Horn, Boris Schwiebert
AkkordeonistInnen: Valentin Butt, Paula Engel, Marija Kandic, Susanne Stock

Regie/ Choreographie/ Bühnenbild: Jo Fabian, Arrangement/ Musikalische Leitung: Tobias Schwencke, Produktionsleitung: Anna Bergel, Bühnenbau: Chris Hinze, Soundtechnik: Lars Neugebauer, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit: Katja Kettner, Regieassistenz: Immanuel Bartz

Gefördert von der Kulturstiftung des Bundes im Fonds Doppelpass, dem Regierenden Bürgermeister von Berlin – Senatskanzlei – Kulturelle Angelegenheiten und dem Kulturamt Pankow

Premiere: 21.05.2015
Weitere Aufführungen: 22.-24.05.2015
Beginn: 20 Uhr
Ort: Dock 11, Kastanienallee 79 in 10435 Berlin
Karten: ticket@dock11-berlin.de
Preise: 15 Euro, erm. 10 Euro